Flawed-Wie perfekt willst du sein?

 

 

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Autor: Cecelia Ahern
Verlag: FJB
Preis: 18,99 €
Erscheinungsdatum: 29.09.2016
Seitenanzahl: 480 Seiten

Bewertung: ♥♥♥♥♥/5

 

Inhalt

„Flawed“ ist der jüngste Roman der Autorin Cecelia Ahern in dem Genre Jugendbuch, der 2016 im FJB-Verlag erschienen ist.

Die Dystopie spielt in der heutigen Zeit in Irland. Man taucht in die Welt der 17-jährigen Celestine ab. Eine Welt der Extremen, die gespalten ist in perfekte und fehlerhafte Bewohner.

Celestine ist eine junge und starke Persönlichkeit, die mit sich und ihrem Leben mehr als zufrieden ist. Die junge Frau ist schön, beliebt, sehr anpassungsfähig und hat einen attraktiven und humorvollen Freund. Sie kommt aus gutem Hause und ist wohl erzogen. Celestine lebt das perfekte Leben und hatte noch nie etwas  mit Fehlerhaften zu tun. Aus Angst selber fehlerhaft zu werden, meidet sie alles, was damit zu tun hat.

Eines Tages jedoch wird sie mit einer folgenschweren Situation konfrontiert, in der sie zwischen Perfektion und Menschlichkeit entscheiden muss. Eine Entscheidung, die sie geradewegs ins Gefängnis bringt. Sie soll lernen, dass absolut nichts über der Perfektion steht, nicht einmal die Menschlichkeit.

Celestine beginnt das gesamte System zu hinterfragen, denn bereuen kann sie ihre Tat nicht.

Sie begibt sich auf die Suche nach sich selbst, nach ihren eigenen Normen und ihrer Vorstellung von Menschlichkeit. Celestine beginnt dafür zu kämpfen, etwas anderes sein zu dürfen, als perfekt.

Meinung

Die Autorin Cecelia Ahern kenne ich bereits durch ihre Romane, wie „P.S Ich liebe dich“. Da mir diese sehr gefallen haben, war ich nun sehr gespannt auf ihren ersten Jugendroman. Die Beschreibung hatte mich sofort in ihren Bann gezogen. Eine Welt, in der nur perfekte Menschen und perfektes Verhalten toleriert werden, fand ich zu der heutigen Zeit unheimlich spannend. Ich war gespannt, in welche Richtung diese Geschichte gehen würde, mehr noch, wie die Autorin sich mit einem Jugendroman schlägt.

Die Hauptprotagonistin stellte sich schnell als fröhliche, mutige und etwas naive junge Frau heraus. Sie wirkt sympathisch auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden. Celestine ist intelligent und nachdenklich, auch wenn sie sich des Öfteren, meiner Meinung nach, über die falschen Dinge Gedanken macht. Die 17-jährige lebt für die Welt der Zahlen. Das spiegelt sich in ihrem Drang zur Logik wieder. Ihrer Meinung nach, gibt es immer eine logische Lösung für ein Problem. Sie handelt nicht unbedacht, sondern wägt immer ihre Pros und Kontras ab.

Ihre Tat jedoch bringt nicht nur ihre Welt ins Wanken, auch ihr Denken erlebt einen Umbruch. Celestine begibt sich auf eine Reise, auf der sie sich stark entwickelt und reift. Als Leser begleitet man Celestine gern auf diesem Weg.

Die Nebencharaktere haben mir mindestens genau so gut gefallen, wie die Hauptperson. Auch wenn ich mir oft nicht sicher war, wem man trauen kann und wer eigentlich alles auf der bösen Seite steht. Viele der Nebencharaktere durchlebten ebenfalls einen Wandel in der Geschichte und wurden zu starken Persönlichkeiten, die Celestine halfen.

Überzeugt hatte mich Cecelia Ahern bereits nach den ersten Seiten. Ihren fließenden und ehrlichen Schreibstil kannte ich bereits, doch die Spannung und Neugier, war mir neu.

Ich wurde förmlich von dem Buch eingesogen. Schnell war ich ein Teil der Geschichte, was nicht zuletzt an der angenehmen Ich-Perspektive lag.

Obwohl die Spannung erst bei der Hälfte des Buches einsetzte, empfand ich das Buch an keinster Stelle langatmig oder langweilig. Die Autorin gab dem Leser Zeit, um in die Geschichte einzutauchen und das System der „perfekten“ Welt zu verstehen.

Am meisten jedoch hat mich die Botschaft hinter der Geschichte überzeugt.

Wir leben in einer Welt, die immer schneller und besser werden möchte. Eine Welt, die nach Perfektion strebt. Jeder soll das Bestmögliche aus seinem Aussehen herausholen, sowie die letzte Energie produktiv ausschöpfen. Man soll sich frei fühlen und sich selbst finden, während einem gezeigt wird, wie man nicht sein sollte.

Cecelia Ahern hat dies alles ins Extreme gebracht. Gesetze, die dir vorschreiben perfekt zu sein. Eine Gilde, die dich verurteilt, wenn du es nicht bist. Öffentliche Zurschaustellung derer, die es gewagt haben, es nicht zu sein.

Mein Fazit zu diesem Buch ist durchweg positiv. An keiner Stelle war es für mich langweilig oder unrealistisch. Der Schreibstil entführt in die Geschichte nach den ersten Sätzen und lässt einen nicht wieder los, bis zu den letzten. Die Handlung lädt zum nachdenken ein und das sollte man nach dieser Geschichte auch. Die Charaktere sind durchdacht und wirken authentisch. Dieses Buch ist nur zu empfehlen.

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